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Rechtliches

Ich versichere, dass jedes Werk, das ich auf dieser HP veröffentliche, von mir geschaffen wurde, es sei denn, es steht explizit geschrieben, dass es nicht von mir stammt. Wer eines meiner Werke für eigene Zwecke verwenden will, hat aufgrund des Urheberrechts die Pflicht mich danach um Erlaubnis zu fragen. Andernfalls folgen strafrechtliche Konsequenzen. Carsten Dietzel

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Es scheint, man hat uns
Jenen roten Faden
Durch den Kopf gezogen,
Und vor Spiegeln aufgehängt.
So drehen wir allmählich
Unser Leben ab,
Und fragen nicht nach dem Warum.

Man sieht derweilen
Nur sein Eigenbild
Im Augenblick verzerren,
Und bleibt doch sich selbst verwehrt.
So schweifen wir vor Zweifeln
Von dem Eigen ab,
Und drehen uns zur Seite weg.

Doch dort, in "deinem" Blick
Da ist das Spiegelland
Noch nicht zuende -
Wir sehen nur uns selbst.
Wir tanzen kurz zusammen,
Spiegel äugend,
Und gehen uns darauf verloren.

Es scheint, so mancher
Nahm das Spiegelbild
Im hellen Lichtrausch wahr,
Und wollte nach sich greifen.
So riss doch nur die Schnur,
Man fiel hinab,
Und schlug im Spiegel ein.
30.9.09 21:01
 


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bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Aolein (1.10.09 04:01)
Gut... Kommentar... Als erstes... ICH HABS NICHT MIT GEDICHTEN... als zweites... muss ich drüber schlafen. Aber ich würde sagen, dass es um eine person geht, welche mit neben einer anderen geliebten Person hinlebt. Beide sehen nur sich, sonst niemanden. Doch wenn sie sich ihres allein seins und ihrer fesseln und eingeschrenktheit bewusst werden, stürzen sie ab. wahrscheinlich weil sie sehen, dass alle anderen auch nur soch sehen und man selber der einzige ist, welcher dieses dahinwegitieren wahrnimmt. oder, man sieht es und die welt bricht zusammen, da man sieht, was man alles verpasst hat oder die welt mit offenen augen sieht und nun merkt, wie grausam sie ist.

So... das wars! gute Nacht!


RickyLee (8.10.09 14:20)
Hallo!
Wie immer sehr schön, sehr bíldhaft und berührend. Es hat eine gewisse... kühle Schönheit.

Es scheint fast, dass du dich mit dem Gedicht auch bei jenem beschweren willst, der uns an diesen roten Fäden aufgehängt hat...


Kogoro Akechi / Website (17.10.09 04:28)
Guten Abend, RickyLee,

Zuallererst einen großen Dank für deinen Kommentar.
Es ist weniger eine Beschwerde, als vielmehr ein Trauern - denn an dem "roten Faden", der sich allmächtig durch unsere Köpfe zieht, haben wir uns selbst aufgehängt, mehr oder weniger freiwillig. Von daher haben wir allesamt kein Recht, uns zu beschweren.
Uns wird die Selbstlosigkeit in jeglichem Handeln allmählich abgewöhnt - wir müssen immer wieder in den Spiegel schauen und uns neu justieren, um unser Handeln oder unser Sein an sich rechtfertigen zu können. Das führt uns nicht selten in Wahnsinn, Identitätsverlust, Narzissmus oder Selbsthass, weil man sich allgemein zu sehr mit seinem Ich überidentifiziert, nicht mehr zusätzlich mit seinem Schaffen oder seiner Umwelt.
Auf diese Weise gewöhnen wir uns auch das wahre Lieben ab, weil es uns inzwischen zu sehr darum geht, eine Rolle zu spielen, nicht für einen anderen Menschen da zu sein.
Bei dieser Persönlichkeitsentwicklung spielt der Einfluss der Medien eine nicht gerade untergeordnete Rolle.
Letzten Endes haben wir uns aber doch selbst in diese Scheiße hereingeritten. Wer sich da noch herausziehen kann, verdient meinen höchsten Respekt. Deswegen haben wir kein Recht uns zu beschweren, sondern müssen wieder ein wenig von der übermäßigen Selbstbeobachtung abkommen.

Gruß,
Carsten


Andrea (25.10.09 19:57)
wieso hast du "deinem" aus "deinem Blick" in Anführungszeichen geschrieben?

ich mag deine Gedichte weil sie so...ähm... deep (kannst du mir bitte verraten wie das Wort auf Deutsch heißt?)...sind,obwohl ich sie manchmal nicht ganz verstehe...

was bedeutet in deiner Sicht der rote Faden?


Kogoro Akechi / Website (8.2.10 03:08)
Guten Abend, Andrea,

Zuallererst ein großes Dankeschön für deinen Kommentar.
Entschuldige bitte, dass du so lange auf eine Antwort warten musstest. Ich wollte dir schon früher antworten, habe es aber immer wieder vergessen.

Die Anführungszeichen in "deinem Blick" sollen verdeutlichen, dass nicht der Leser und auch nicht eine bestimmte Person angesprochen wurde, sondern das "Du" im allgemeineren Sinne, d.h. die Menschen, mit denen wir tagtäglich umgehen, die wir vielleicht gar lieben. Daher ist das "Du" vielmehr als Begrifflichkeit für das Gegenüber innnerhalb einer zwischenmenschlichen Situation zu begreifen.

Der "rote Faden" ist eine Phrase, die in der deutschen Sprache öfters verwendet wird. Wenn innerhalb einer Geschichte (ob real oder fantastisch) ein bestimmter Sachverhalt die gesamte Zeit über einen starken Zusammenhang mit der Geschichte aufweist, sagt man, der Sachverhalt "zieht sich wie ein roter Faden" durch die Geschichte.
Hier ist der "rote Faden" so zu verstehen, dass wir der fixen Meinung sind, der "Spiegel" habe wirklich eine Bedeutung für unser Leben und unser Schicksal im Speziellen.

Falls du mit "deep" den Begriff "tiefgründig" meinen solltest, dann danke ich dir herzlichst für das Lob.
Oftmals sind meine Gedichte Assoziationen zu Themen, die mich im Inneren beschäftigen. Sie drücken Bilder aus, die in mir mit besagten Themen einhergehen.
Ob man die Gedichte nun ganz versteht oder nicht, ist von daher nicht einmal schlimm. Wenn sie im Leser Impressionen hervorrufen oder ein paar Anstöße zum Nachdenken geben, haben sie im Grunde ihren "Zweck" erfüllt.
Es gibt keine Einheitsbedeutung und auch keine Einheitsinterpretation (wir sind nicht mehr in der Schule ), daher freut es mich genauso, wenn ein Leser für sich selbst einen anderen Sinn in einem meiner Gedichte sieht.
Ein paar "Hinweise" gebe ich natürlich trotzdem gerne, falls einige Gedichte auch nach mehreren Interpretationsversuchen keinen Sinn zu ergeben scheinen.

Liebe Grüße,
Carsten

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