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Ich versichere, dass jedes Werk, das ich auf dieser HP veröffentliche, von mir geschaffen wurde, es sei denn, es steht explizit geschrieben, dass es nicht von mir stammt. Wer eines meiner Werke für eigene Zwecke verwenden will, hat aufgrund des Urheberrechts die Pflicht mich danach um Erlaubnis zu fragen. Andernfalls folgen strafrechtliche Konsequenzen. Carsten Dietzel

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Die Anklage im Jahr 2136

?Herr S.! Sie sitzen wegen des Mordes an Ihrer Lebensgef?hrtin nun hier auf der Anklagebank. Wie ?u?ern Sie sich zu den Vorw?rfen, Sie h?tten Ihre Frau kaltbl?tig ermordet, um an ihr Erbe zu gelangen??
?Keiner dieser Vorw?rfe ist wahr. Ich habe meine Frau gewiss nicht umgebracht! Sagen Sie mir, was genau man mir zur Last legt!?
?Am 4.3.2066 sind Sie, Herr S., zu einem Raumflug aufgebrochen. Ihre Lebensgef?hrtin blieb w?hrenddessen auf der Erde. Im Laufe dieses Fluges sind Sie dann mit klarer T?tungsabsicht ein Jahr lang mit 99,99% der Lichtgeschwindigkeit durch den Weltraum geflogen, ohne erkennbares Ziel. F?r Sie im Raumschiff verging zwar lediglich ein Jahr, aber w?hrenddessen vergingen auf der Erde ganze 70 Jahre. In diesem Zeitraum ist Ihre Frau dann im Alter von 100 Jahren verstorben. Zum Zeitpunkt Ihres Aufbruchs in den Weltraum war ihre Frau erst 30 Jahre alt, also genau wie Sie. Sie waren zum Beginn des Fluges ebenfalls 30 Jahre alt. Inzwischen sind Sie nur um ein Jahr gealtert, sind also nun 31 Jahre alt. Auf diese Weise wollten Sie das Erbe Ihrer Frau an sich rei?en!?
?Es stimmt, ich bin zu einem Raumflug aufgebrochen. Aber ich habe damit keinesfalls den Tod meiner Frau verschulden wollen.?
?Aber Sie haben durch den Raumflug mit 99,99% der Lichtgeschwindigkeit auch den Tod Ihrer Frau beschleunigt. Somit sind Sie des Mordes schuldig zu sprechen.?
?Meine Frau hat dennoch 70 Jahre lang gelebt. Diese ganze Zeit hat sie bewusst f?r sich erlebt! Sie hat diese 70 Jahre keinesfalls beschleunigt oder gar verk?rzt erlebt. Sie k?nnen nicht behaupten, ich h?tte den Tod meiner Frau beschleunigt. Schlie?lich hat sie jede Minute ihres Lebens als eine Minute erlebt.?
?Aber Sie haben nur zwei Jahre erlebt, w?hrend Ihre Frau ganze 70 Jahre f?r sich erleben musste. Aus Ihrer Sicht wurde ihr Tod beschleunigt. Und somit kann man zu Recht annehmen, dass Sie den Tod Ihrer Frau mit verschulden.?
?In ihrer eigenen Sicht lief ihr Erleben aber v?llig normal ab. F?r sie selbst wurde ihr Tod kein bisschen beschleunigt.?
?Aber Sie haben sich eines Jungbrunnens bedient, den Ihre Frau nicht nutzen konnte! Sie haben l?nger gelebt.?
?Dennoch habe ich in meinem Jahr im Weltall nicht mehr erlebt als ein Mensch auf der Erde in einem Jahr erlebt. Demnach habe ich mir keinen Lebensvorteil verschafft. Es ist nicht so, dass ich 70 Jahre erlebt habe, und dabei um ein Jahr gealtert bin. Ich habe lediglich ein Jahr erlebt und ein Jahr gelebt. Das ist ein fairer Ausgleich.?
?Wir auf der Erde mussten aber 70 Jahre leben, w?hrend Sie in derselben Zeit ein Jahr gelebt haben. Das ist kein fairer Ausgleich! Somit k?nnen wir eigentlich behaupten, dass Sie mit dem Raumflug, der als Waffe f?r den Mord an Ihrer Frau diente, ein Verbrechen an der Allgemeinheit begangen haben.?
?K?nnen Sie behaupten, dass man Ihnen Lebenszeit genommen hat, Herr Richter??
?Nein, aber Sie haben uns aus Ihrer Sicht Lebenszeit genommen. Aus unserer Sicht haben Sie uns diese Zeit nicht genommen. Sie konnten jedoch uns f?r sich selbst 69 Jahre nehmen. Und die Anklage muss immer bei dem lauten, was der Angeklagte f?r sich selbst im Sinn hatte. Und das war, den Mord an Ihrer Frau zu begehen. Sie haben kaltbl?tig gemordet und zudem auch noch mit Heimt?cke, da Sie einen unaufhaltsamen Prozess, n?mlich das Altern, f?r sich ausgenutzt haben. Ihre Frau konnte sich vor dem Altern nicht wehren und starb, w?hrend Sie nur um ein Jahr alterten.?
?Aber ich habe nicht in diesen Prozess bei mir eingegriffen. H?tte ich 70 Jahre erlebt, und w?re dabei nur um ein Jahr gealtert, h?tte ich mir bestimmt einen Vorteil verschafft. Und ein M?rder w?re ich nur dann gewesen, wenn meine Frau ein Jahr erlebt h?tte und in dieser Zeit um 70 Jahre gealtert w?re. Aber ich bin lediglich um ein Jahr gealtert, w?hrend ich auch nur ein Jahr erlebt habe. Ebenso hat meine Frau 70 Jahre erlebt und ist dementsprechend um 70 Jahre gealtert. Das Verh?ltnis ist gleich geblieben, demnach kann das, was ich getan habe, auf keinen Fall als Mord gewertet werden.?
?Dennoch haben Sie in einen nat?rlichen Prozess eingegriffen. Sie leben als um ein Jahr Gealterter in einer Generation von um 70 Jahre Gealterten. Ich frage mich, wo Sie da noch Fairness sehen! Sie haben n?mlich in Ihrem einen Jahr im Weltraum erlebt, wie Ihre Frau um 70 Jahre gealtert ist. Dabei musste Ihre Frau leidend 70 Jahre lang erleben, wie Sie um nur ein einziges Jahr gealtert sind. Demnach sind Sie des Mordes schuldig! Im Namen des Gesetzes verurteile ich Sie wegen Mordes an Ihrer Frau in Tateinheit mit Eingriff in einen nat?rlichen Prozess zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe! Die Verhandlung ist geschlossen!?
20.2.06 19:29
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Andrea14m / Website (8.5.06 12:43)
"“Aber Sie haben nur zwei Jahre erlebt, während Ihre Frau ganze 70 Jahre für sich erleben musste" --> why 2 jahre? oO?

nyo...du schreibst aber...interessant xD"
das is echt ne ausergewöhnliche idee *-*b


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