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Rechtliches

Ich versichere, dass jedes Werk, das ich auf dieser HP veröffentliche, von mir geschaffen wurde, es sei denn, es steht explizit geschrieben, dass es nicht von mir stammt. Wer eines meiner Werke für eigene Zwecke verwenden will, hat aufgrund des Urheberrechts die Pflicht mich danach um Erlaubnis zu fragen. Andernfalls folgen strafrechtliche Konsequenzen. Carsten Dietzel

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ikuya-hatano am 26.8.11 05:19


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Aufklärung

Als wir nicht wussten,
Was wir sind,
Da waren wir
Das Bild -
Nicht die Hand,
Die das Papier zerstößt.
Zerstört.

Als wir nicht wussten,
Wo wir sind,
Da ging der Blick
Zu Boden -
Zum Horizont
Fehlte die Weitsicht
Zur Erblindung.

Als wir nicht wussten,
Was wir tun,
Da taten wir
In Einfachheit;
Die Skizze fehlte,
War ein Grab
Der Taten.

Als ich wusste,
War es falsch,
War ich gelähmt,
Und ich rief dich
Zur Waffe.
Schlag mir damit
Die Klarheit
Aus dem Kopf!
ikuya-hatano am 17.8.11 05:30


Vorbeiflug

Zeigefinger,
Nicht geschaffen
Für die fremde Haut.
Seifenhaut.
Umhüllt das Gitter,
Darin Fremde
Angstvernebelt.

Gezielte Worte
Sind ein Schmerz
Für zarte Ohren.
Ein Bett aus Schweigen,
Und wir liegen darin
Aneinander
Vorbei.

Die bunten Nebel
Könnten sich
Doch trüben!
Berührt dafür,
Ja gar getreten,
Wird die ferne Fremde.

Wir glauben uns
Voll Nadeln,
Suchen Nähe
Nur zum Wegwärts.
Die Nähe zieht
Mit uns -
Und frisst sich selbst.
ikuya-hatano am 1.8.11 03:36


Mikrokosmos: Lokalisierung

Ich liege im Bett und schlafe ein, worauf ich mich vorübergehend in einem Nichts befinde.
Als ich aufwache, erwache ich in einem OP-Saal liegend und starre in grelle Lampen.
Mehrere Chirurgen schneiden mit ihren Skalpellen in meinem tauben Körper herum, den ich als rotes Etwas unter mir erkenne.
Die Ärzte bemerken meine Wachheit, woraufhin ein Anästhesist meinen Mund mit einer Kunststoffmaske bedeckt.
Erneut werde ich ins Nichts geschickt, in dem ich mich eine unbestimmte Zeit aufhalte.
Ich erwache in meinem Bett und setze mich auf, um erfolglos im Dämmer den Aufenthaltsort meines Körpers auszuloten.
Ich stehe auf, bewege mich körpertaub in die Küche, um dort ein Glas Wasser zu trinken und mich wieder ins Schlafzimmer zu begeben und hinzulegen.
Es besteht Hoffnung, in der Zeit der Unklarheit im Dazwischen zur Ruhe zu kommen.
Ich liege im Bett und schlafe ein, worauf ich mich vorübergehend in einem Nichts befinde.
Als ich aufwache, erwache ich in einem OP-Saal liegend und starre in grelle Lampen.
...
ikuya-hatano am 4.7.11 02:20


Gleis / Zwillinge

(wird gegebenenfalls noch bearbeitet)

Die Brüder schreiten endwärts
Durch den schwarzen Sand.
Sprechen kaum ein Wort
Und halten sich
Nicht oft die Hand.
Denn oftmals
Geht ein Zug
Durch namenlose Leere,
Dem Erwarten widersprechend.

Zur Linken und zur Rechten
Laufen sie entlang,
Getrennt durch Schienen,
Quecksilber-belegt,
Die brüderlichen Wege.
Die Blicke stechen
In den Horizont,
Begegnen kaum einander,
Wissen den Bruder.

Die Leere ist kakteenlos,
Kein Busch, kein Stein
Besetzt die Wüste.
Sonne brennt sich
In den Sand.
Und manchmal
Sieden Gleise
In der Mittagshitze.

Quecksilber
Zerschwimmt die Luft
Und bricht den Raum.
Der And're
Reicht dem Einen
Eine Hand.

...

Ein Mittagszug
Zerpflückt das Gift
Die Brüder.
Fügt den Raum
Wieder zusammen.

Ein Quell war Sein/
Ein Quell war Licht -
Ein Zweistromland
Im öden Nichts.
Die Brüder fließen
Durch den Sand.
"Ich bin die Fremde."/
"Ich bin die Welt." -
Und kommen in sich
Nie zur Ruhe.

Ein Gleisbrand
Schwelt die Luft
Voll Qualm.
Dampf vermischt
Trabanten.

...

Abendzug
Zerlöscht den Dämmer.

"Wir ziehen
Ins Dahin,
Sind nahe Entwandte.
Wir glühen über
Leeren Feuern,
Und brennen in
Entrückter Nähe
Uns're Bilder.
Als Ganzes
Gehen wir abhanden."
ikuya-hatano am 23.6.11 05:18


Bilder der Verdrängung

Die Blumen sind
In Kot verwaschen.
Bilderschreie stimmen
Sich nicht ein
In jene Wahrheit.
Blitzlichtgalerien
Vergehen
Im Schein.

Ein Akt versinkt
In Eiterflüssen.
Münder aufgerissen
Blutig
An den Haken
Der Verankerung.
Die schönsten Wege
Brechen
In die Fäulnis ein.

Die Wiege liegt
Im Würmerbett.
Auch die Bahre
Sperrt dem Blick
Nur alle Wege.
Verwischte Farben
Zeigen
Ein paar Würgemale.

Ein Mensch zerschwimmt
In eig'nen Bildern.
Und sein Herz
Gibt seinem Dasein
Nicht die Hand.
Vorm Spiegel
Malt er Lügen
Auf Geschwüre.
ikuya-hatano am 6.3.11 04:14


Vergiftung

Äthernebel pflanzen
Jenes Gieren
In den Schädel.
Wollen ist
Ein Wollen
Derer.

Schädelbilder schrumpfen,
Und ein Pochen
Schreien Münder.
Fremdlust wird
Zerfressend
Parasitär.

Schrei dich
Krümm dich
In Vergiftung.
Das Sein indes
Verschwimmt
In Wörter-losem
Gieren.
ikuya-hatano am 29.1.11 03:58


Nachtprogramm

Auge in Auge,
Den Flimmerabgrund
Im Blick.
Das Allein
Weckt alle Geister,
Die Betäubung
Suchen.

Schlag um Schlag
Ein Fieber jagt
Das nächste.
Ruh' verheißend
Flackern jene
Unzureichend
Sinn-flammenden
Lichter.

Nacht um Nacht
Umnachtet man
Im Grau-envollen
Schwarzen Meer.
Der nächste Tag
Lässt auf sich
Warten...
Hoffnung auf Vergessen.
ikuya-hatano am 27.12.10 20:08


Lähmung

In Über-
Reflektionen
Geht das Licht
Verloren.
Über-Belichtung
Im Selbstrausch
Feuerroter Weine.

In Über-
Zeugung
Liegt ein Bild
In fieberlosem
Sterben.
Unter-Lassen
Ist der Stoß
In graues Leersein.

So manche Sonne
Stürzt
In ihre Flammen.
Ein Lichtball
War
Lichtermeer
Wird
Lichtleer.
ikuya-hatano am 4.12.10 03:07


Durch die Leere

Du glaubst dich
Oft am Grunde,
Siehst das Schweben
Nicht.
Kein Faden wirrte
Dich im Ur-Sprung.
Doch im Flug,
Da werfen sie
Die Kordeln
Nach dir aus.

Du siehst dich
Zeitens schwimmen
In Grund-verlass'nen
Seen.
Die Augen werfen
Ob des Nichts
Den Tränenblick,
Das Weiter drückt
Die Lider
Wieder zu.

Du reichst schon bald
Dem Nichtraum
Deine Hände.
Und das Absolute
Schlägt den Kopf
Am Nichtgrund auf -
Ankunft
Auf einem Betonplaneten.
ikuya-hatano am 18.10.10 01:02


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